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Da kam ihm eine Idee. Er eilte zur Türklingelkamera und rief das Bildmaterial auf. Der Bildschirm flackerte auf und zeigte den in Mondlicht getauchten Vorgarten.
Zunächst war es ruhig. Dann wurde auf dem Video etwas Großes eingefangen, das sich auf das Haus zubewegte. Es war ein Bär, dessen massiver Körper die Sicht der Kamera auf den Hof versperrte. Der Bär näherte sich der Tür, seine Nase zuckte, als er am Rahmen herumschnüffelte und versuchte, einen Weg hinein zu finden. Er war konzentriert, methodisch – das war kein zufälliger Besucher.
Doch dann veränderte sich die Szene. Pip erschien im Bild, ihr braunes Fell leuchtete in der Dunkelheit. Sie lief nicht weg. Nein, sie stand groß und stolz am Rand der Veranda und starrte den Bären an. Das Filmmaterial war körnig, aber Peter konnte es deutlich sehen: Die Katze wich nicht zurück.
„Oh nein“, flüsterte er, was, wenn Pip etwas zustößt, Bären waren unglaublich gefährliche Tiere.